Holzmaden - ein Ort vor der Schwäbischen Alb
Holzmaden ist eine kleine, sympathische Gemeinde am Albtrauf mit 2.000 Einwohnern und liegt an der Autobahn zwischen Stuttgart und Ulm.

Die Gemarkung von Holzmaden zählt mit 309 ha zu den kleinsten im landkreis-esslingen. Die vormals landschaftlich sehr flach und lieblich bereichert durch den Blick auf die schwäbische Alb, den man vor allem von den Feldern nördlich und nordöstlich des Dorfes unbegrenzt genießen kann. Sechs Grabhügel aus der Zeit von 800-400 v. Chr. deuten darauf hin, das Holzmaden schon in vorchristlicher Zeit bewohnt war.
Nach dem dreißigjährigen Krieg lebten nur noch 21 Menschen in Holzmaden und erst gegen 1830 wurde mit 200 Einwohnern der Stand von Anfang des 17. Jahrhunderts wieder erreicht. Um das Jahr 1916 richteten die Bürger in den Wohnhäusern der Gemeinde die erste elektrische Beleuchtung ein und es wurde mit dem Bau einer über-örtlichen Wasserleitung und dem Aufbau der öffentlichen Wasserversorgung begonnen.
Die “ältesten” Bewohner Holzmadens tragen den Namen unseres Ortes in alle Welt. Genauer gesagt, die bis zu 180 Millionen Jahre alten Fossilienfunde im weltberühmten Urwelt-Museum Hauff. Anschaulich wird die Gewinnung und Verarbeitung von Schiefer u.a. im Lehrschieferbruch des Vereins Urweltsteinbruch Holzmaden demonstriert.
Mitte der fünfziger bis Anfang der achtziger Jahre konnte sich der Ort mit den nötigen öffentlichen Einrichtungen ausrüsten. So entstand neben dem Straßenausbau, ein Feuerwehrmagazin, ein Schulhaus mit Lehrerwohnhaus, ein Kindergarten, eine Aussegnungshalle und die Friedhofserweiterung. Anfang der Siebzigerjahre wusste die zu klein gewordene Dorfkirche einem nach moderner Architektur konzipierten Kirchenbau weichen. 1982 ging dann die große Mehrzweckhalle mit Räumen für Sport und Kultur in Betrieb.
Eine große Aufgabe hat sich Holzmaden mit der Dorfentwicklung Ende der achtziger bis Anfang der neunziger Jahre gestellt. Neben vielen privaten Renovierungen wurde auch das Fachwerk des Rathauses wieder freigelegt und ein Dorfplatz zwischen Rathaus und Kirche geschaffen. Die Gemeinde wuchs bis 1990 auf rund 1700 Einwohnern heran. In der Folgezeit wurden mit zwei neuen Wohngebieten einer Erweiterung des Gewerbegebietes und der Erstellung einer großen Sport- und Freizeitanlage die Grundlage für die weitere Entwicklung geschaffen.
Die örtliche Gastronomie sorgt mit schwäbischer, italienischer und amerikanischer Küche für das leibliche Wohl.
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